Mittwoch, 3. Juli 2013

Following The Summer part 9 "Road Trip USA"

Nach den erlebnisreichen Monaten in Neuseeland  waren die USA unser nächstes Reiseziel.

USA here we come!!!
Wir beabsichtigten,  einen 17-tägigen Grand-Canyon-Trip durchzuführen. Außerdem wollten wir die Gelegenheit unseres  USA-aufenthalts nutzen, um den State Highway Nr.1 entlang der Westküste zu folgen und den Yosemity und Zion Nationalpark zu erkunden. 

Bevor es auf den berühmten CA 1 ging, wollten wir  einen Eindruck von Los Angeles gewinnen. Wir konnten den american style „GO BIG OR GO HOME“ erleben. Die Autos, Häuser, Straßen und Menschen erschienen uns  alle größer, mächtiger und schwerer als in Europa.  Die Dimensionen sind im ersten Augenblick etwas ungewohnt. Im Allgemeinen präsentierte sich uns Hollywood nicht so berauschend. Die Stadt wirkte auf uns eher  surreal und verfälscht.

Noch am selben Abend verabschiedeten wir uns von L.A. und suchten unseren Weg zum  CA 1. Dieser Highway war einer der ersten Highways in den USA und war eine Hauptverbindungsstrecke entlang der Westküste zwischen Nord- und Südkalifornien. Nun zählt er zu einer der begehrtesten Panoramastraßen der USA. Das zu Recht.
Bixby Creek Bridge


Wir verfolgten das Profil der Westküste für  230Meilen von Santa Barbara bis Monterey. Die Straße windet  sich eng an die Brandung, welche der Pazifik mit seiner vollen Wasserkraft formt, und führte uns an atemberaubende Plätze. Wir bewältigten kurze Wanderungen, erkundeten Wasserfälle und konnten Seeelefanten hautnah erleben.






Seeelefanten



Nach zwei Tagen an der Küste bewegten wir uns in das Landesinnere zum Yosemite-Nationalpark.
Der Yosemite-Nationalpark war der erste Nationalpark in den USA, er erstreckt sich über ca.3 000km2 und wurde 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Unter den 3 500 beheimateten Pflanzenarten findet man im Mariposa-Grove (ein Teil des Yosemite-Nationalpark) auch Sequoias wieder. Sie sind eine Unterfamilie der Mammutbäume. Sie können eine Höhe von 80 m und einen Durchmesser von über  11 m erreichen.  Das größte Siquoia war 2400 Tonnen schwer und der älteste wurde ca. 3000 Jahre alt. Inmitten der riesigen Natur  kamen wir uns winzig vor. Die kräftige Morgensonne ließ den Herbsttau auf der Rinde verdampfen. Wir konnten uns den reinigenden Atem der Baumriesen vorstellen.

Sequoia

Die Herbstsonne wärmt den Morgen



 Bevor es in das Herzen des Nationalparks dem Yosemite-Valley ging, nahmen wir  noch ein schmackhaftes Frühstück in der bezaubernden Kulisse zu uns.  Das Yosemite-Valley liegt zwischen von Gletscher geschliffenen Granitbergen. Der bis zu 1200 m tiefe Talboden war mit herbstfarbenen Gewächsen belebt, die Bergspitzen waren mit erstem Schnee bedeckt und Wasserfälle verzierten den Granit. Darunter auch die Yosemite-Falls, die mit 739m zu den höchsten Wasserfällen der Welt zählen.

Yosemite Valley

Der bunte Herbst


El Capitan


Bridaveil Fall


Yosemite Falls

Maultierhirsch



Nach dem Atmen der frischen und reinen Luft in den Bergen ging es weiter zum Flughafen von Las Vegas. Dort luden wir noch Matthias in unser Auto. Er wird ebenfalls bei der Grand Canyon-Expedition teilnehmen.  
Zu dritt machten wir uns auf den Weg zum Zion-Nationalpark. Die Straße führte durch einsame Prärien. Wir fühlten uns wie im Wilden Westen.

Wild Wild West
 Der Zion-Nationalpark liegt im Südwesten von Utah zur Grenze zu Arizona. Im Gegensatz zum Granit im Yosemite-Park findet man hier orangefarbenen Sandstein.
Zion Nationalpark
Der rote Sandstein bildet mit dem Grün einzigartige Farbekontraste


Steinbilder 


 Der Zion wurde von den Anasaziindianern ca. 200 n.Chr. erstbesiedelt und diente zum Ackerbau. Wir begaben uns auf die Spuren der Indianer und bestiegen über einen ziemlich exponierten Weg „Angel´s  Landing“. Die rotglühende Abendsonne färbte den ohnehin roten Sandstein noch kräftiger rot und entflammte die Berge.


Sveta genießt die letzten Sonnenstrahlen




Die Nächte wurden sehr kalt und erreichten Temperaturen von nur knapp über 0° Celsius. Wir stellten uns die Frage, wie wir bei diesen Temperaturen die kommenden 17 Abende und Tage  im Grand Canyon überstehen sollten. Alleine der Gedanke, die nassen Paddelklamotten bei Gefriertemperatur zu wechseln, stimmte uns skeptisch, ob es eine gute Idee war, im Winter den Grand Canyon zu befahren. Wie es uns ergangen ist, wirst du im nächsten Bericht lesen können.
Erster Blick in den Colorado - Horseshoe Bend

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