Sonntag, 17. November 2013

Patagonian Summer

Wir waren vier Tage lang in San Carlos de Brailoche wandern. Dabei gingen wir von Villa Catedral nach Refugio Frey um dann ueber zwei Berge zum Refugio San Martin zu queren. Auf dem Weg dorthin haben wir ein wunderbares Tal durchquert welches zum Übernachten einlud. Jedoch haben wir uns auf Grund des Wetters gegen eine Übernachtung entschieden, und haben den Weg nach San Martin weiter verfolgt. Am nächsten Tag in der Frueh waren froh über diese Entscheidung. Denn über Nacht waren 30cm Neuschnee gefallen. Den folgenden Tag haben wir im Refugio San Martin verbracht wobei wir am Nachmittag eine kleine Wanderung durch die idyllisch verschneite Landschaft gemacht haben. Am naechsten Tag konnten wir strahlenden Sonnenschein den Abstieg angehen.
Windiger Zeltplatz in Frey

Nach der Ueberquerung des ersten Berges wurde uns eine einzigartige Landschaft geboten

30cm Neuschnee ueber Nacht haben uns verwundert

Der See San Jakob war eine Kulisse der extra Klasse



Patagonian Summer from Krismayr.com on Vimeo.

Sonntag, 1. September 2013

Following The Summer part 10 "GRAND CANYON im WINTER"

Während unsres Roadtrips konnten wir einzigartige Eindrücke an der kalifornischen Westküste im Yosemite-  und Zion-Nationalpark  sammeln. Genaueres kannst du in unserem letzten Bericht (Roadtrip USA) nachlesen.
Der Colorado fließt durch den Grand Canyon, der als eine der tiefsten Schluchten der Welt bekannt ist. Die roten Sandsteinwände ragen mehr als 1.500m in die Höhe. Dieser Ort ist ein Wunder der Natur,  durch seine Schönheit und seinen Maßstab auffällig zieht er Mengen an Wildwasser-Enthusiasten aus  der ganzen Welt an.               

 365 Kilometer, 17 Tage:  Manfrad Guseck, Natascha Bammert, Matthias Linhart, Andreas Lampl, Alfred Haslinger, Daniel Toros, Robert Kimberger, Svetlana Krismayr, David Krismayr Dezember 2012

Es war die  längste und kälteste Expedition unseres Lebens, zugleich eine der aufregendsten und schönsten.
Wir planten die Expedition ca. ein halbes Jahr im Voraus.  Genauer gesagt, hat die Planung unserer Freund und Tripleader der Expedition, Daniel Toros, ausgearbeitet. Daniel hat die Organisation mit voller Leidenschaft durchgeführt, und erarbeitete all die Details (nachzulesen auf www.justgorges.blogspot.com ):


  •  Anmietung der Ausrüstungen (Raftingboote,  Koch und Camping-Geschirr, Essen, Müll,  Satellitentelefon und etc.)

  •  Entwickelt das Menü;  alle Gewohnheiten und Vorlieben der Beteiligten unter einen Hut zu bekommen war eine Glanzleistung

  •  Erstellen eines Arbeitsplans; Wer hat welche Aufgabe, an welchem ​​Tag:  Aufbau der Küche, Lagerfeuer entfachen, Kochen, Trinkwasserversorgung oder Aufbau der Toilette.


Eine Regel im Grand Canyon ist: „Was du auspackst musst du auch wieder einpacken!“ So auch mit dem Toillettengang. Alle Gruppen, die den Grand Canyon befahren, müssen spezielle Boxen als Toilette benutzen (The Groover), um alles sauber zu halten. Selbst die Asche vom Lagerfeuer muss aus der Schlucht gebracht werden. Ein Feuer darf nur in einer speziellen Pfanne, die  auf Beinen und einem feuerfesten Teppich steht (damit nichts auf den Boden fallen kann),  gezündet werden. Danach wird die gesamte Asche gesammelt und ordentlich gefaltet in den Mülleimer geleert.


 Der Einstieg bei Lees Ferry

brrrr....

Die schweren und großen Rafts in Action
Wir trafen uns alle in Flagstaff, eine Stadt in Arizona nahe am Einstieg der Expedition.  Alle Mitglieder der Expedition waren erfahrene Kajakfahrer und Raftguides, mit Ausnahme von Robert, er war ein Wildwasserneuling  und ist mit dem Grand Canyon  ins kalte Wasser gesprungen.
Die momentane Außentemperatur der Nacht  lag bei  ca. -5° Celsius. Wir hofften, dass es in der Schlucht ein wenig wärmer sein wird, denn sie liegt ca. 1500m tiefer wie Flagstaff. Trotzdem haben wir uns gründlich auf Minustemperaturen vorbereitet. Trockenanzug, mehrere Lagen von Thermo-Unterwäsche, Neoprenhauben, Paddelpfötchen und Wärmepads  für die Füße waren die Standartausrüstung. Dennoch  verspürten wir eine gewisse Unsicherheit, denn sobald wir einmal in die Schlucht eingefahren sind, gibt es fast keinen Weg aus der Schlucht. Im Allgemeinen war das ganze Team in hoher Aufregung  mit diesem Abenteuer, das Leben mit neuen Erfahrungen zu bereichern.

row row the boat gently down the canyon





Red Wall Cavern




Bevor wir die Boote zu Wasser lassen konnten, hatten wir ein Meeting mit dem Ranger David Chapmann.  Er prüfte unsere Dokumente und Sicherheitsausrüstung und hat uns über die Regeln, die im Grand Canyon zu befolgen sind, aufgeklärt.
Von Anfang an war die Landschaft ein Hammer. Ich erwartete, dass die Umgebung in 17 Tagen irgendwann mal langweilig werden würde, jedoch war dem nicht so. Umso weiter die Reise am Fluss ging umso tiefer hat sich der Colorado in den Sandstein gefräst. So durchfuhren wir verschiedenste Gesteinsschichten und Zeitepochen. Auch die Stromschnellen waren mit Hermit, Radwall, Lavafalls usw. nach den Gesteinsschichten benannt. Das Licht- und Schattenspiel der Felswände ließ uns immer wieder nach Abbildungen in den Gesteinsformen suchen. Die perspektivischen Verschiebungen hauchten den Felswänden Leben ein. Es war oft schwer zu begreifen, wo ich gerade war und was ich gerade machte, jeder Moment war einzigartig und unvergesslich. Täglich riss uns der Colorado mit seinen Stromschnellen aus unseren Tagträumen. Die Stromschnellem waren nicht schwer, jedoch zeigte der Colorado seine Kraft mit seiner Wasserwucht und Dimension. Die Wellen waren teilweise so riesig, dass man glaubte bei einem Haus in den zweiten Stock zu paddeln. Die Rapids machten so viel Spaß, dass wir die Boote schulterten und sie mehrmals gepaddelt sind. Wir kamen auch in den Genuss mehrere Hikes in verschiedene Täler und Canyons zu machen.



Die größten Wellen gibt es im Hermitrapid

Der Berg ist erklommen








Es gibt sehr viele Regeln im Grand Canyon zu beachten. Das ist jedoch kein Wunder. Denn seit 1912 haben ca. 180 Millionen Leute den Nationalpark mit dem Raft, zum Hiken oder nur für einen Tag  besucht. Es ist klar, dass diese Menschenmassen einen ökologischen Fingerabdruck hinterlassen. Durch diese Regeln wird versucht, die Umwelt so gut wie möglich zu schonen.

It´s amazing
Matkatamiba Canyon





Indianart

Die CREW im Cathidral Wash

Who is this guy?

Einmal mehr sahen wir, dass die Paddlerwelt eine Kleine ist. Wir trafen alte Bekannte: Markus Leppänen mit seiner Freundin Maria Stelzig. Die Beiden waren ebenfalls auf einer Mamutreise durch die USA unterwegs (Nähere Infos time4charity.com  ). Wir hatten die Chance gemeinsam Weihnachten mit Christbaum, Sternspritzern und jede Menge Geschenken  zu feiern. Danke Matthias!!!
Im Laufe der Expedition hatten wir uns an die Ruhe und Einsamkeit gewohnt. Wieder in die Zivilisation zurückzukehren war ein absurder und ferner Gedanke. Jedoch als es dann so weit war wurden wir ein bisschen sentimental und wünschten uns die Expedition würde noch  länger dauern.  



mmhhh...

Vollmond 

 Wir würden sofort wieder eine Tour durch den Grand Canyon machen. Das nächste Mal auch wieder im Winter. Erzählungen zu Folge wird im Sommer der Grand Canyon mit allen möglichen schwimmenden und motorisierten Gefährten befahren. Die Lagerplätze sollen überfüllt sein und die Temperaturen so heiß, dass es unmöglich ist zu schlafen. Es darf nur im Winter ein Lagerfeuer gemacht werden, allein deshalb lohnt es sich diese Expedition im Winter durchzuführen.
Die Chancen, dass mein ein Winterpermit gewinnt, stehen recht gut, man muss die Lotterie spielen. Wer nicht spielt kann nicht gewinnen!





Viel Glück an alle!

Mittwoch, 3. Juli 2013

Following The Summer part 9 "Road Trip USA"

Nach den erlebnisreichen Monaten in Neuseeland  waren die USA unser nächstes Reiseziel.

USA here we come!!!
Wir beabsichtigten,  einen 17-tägigen Grand-Canyon-Trip durchzuführen. Außerdem wollten wir die Gelegenheit unseres  USA-aufenthalts nutzen, um den State Highway Nr.1 entlang der Westküste zu folgen und den Yosemity und Zion Nationalpark zu erkunden. 

Bevor es auf den berühmten CA 1 ging, wollten wir  einen Eindruck von Los Angeles gewinnen. Wir konnten den american style „GO BIG OR GO HOME“ erleben. Die Autos, Häuser, Straßen und Menschen erschienen uns  alle größer, mächtiger und schwerer als in Europa.  Die Dimensionen sind im ersten Augenblick etwas ungewohnt. Im Allgemeinen präsentierte sich uns Hollywood nicht so berauschend. Die Stadt wirkte auf uns eher  surreal und verfälscht.

Montag, 1. April 2013

Following The Summer part 8 "Aotearoa"


Kaituna- every single run is awsome
Das letzte Mal, als wir in Neuseeland waren, hatten wir vier Monate auf der Nord- und Suedinsel verbracht. Wir genossen die Fleusse, die Wildniss und den Reisestil in Neuseeland so sehr, dass wir beschlossen, nochmals zurueckzukehren. Dass Meer, Berge und Fluesse so nahe beieinanderliegen, macht Aoteaora (Neuseeland) zu einem verlockenden  Reiseziel. Diesmal werden wir zwei Monate auf der Nordinsel verbringen und sie  genauer unter die Lupe nehmen.
Nach einem kurzen Zittern, ob unser Auto nach sechs Monaten Pause wieder anspringen wird, begaben wir uns auf Erkundungstour. Wir haben unseren Chatleck am Kaituna ueberwunden, indem wir  hervorragende Freuhlingstage genossen. Nach einigen entspannten Tagen brachen wir zum Motu auf. Der Motu ist einer der wenigen Multidaytrips auf der Nordinsel. Wir erlebteneinzigartige drei Tage in der Wildnis: Das Wassser - glasklar, der Wald -  dicht und unzaehlige bekannnte und unbekannte Tiere erfreuten unser Herz. Das Wildwasser  im dritten und vierten Schwierigkeitsgrad schenkte uns Genuss pur. Am Ende wuenschten wir, dass wir einen Tag mehr in der Einsamkeit verbracht haetten.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Following The Summer part 7 "CHINA"

Nach einem arbeitsreichem Sommer sind wir wieder reif fuer URLAUB. Was gibt es da besseres, als einfach dort weiter zu machen, wo man aufgehoert hat. Auf unserem jetzigen “Following The Summer Trip” werden wir uns wieder um die Weltkugel bewegen. Diesmal werden die Stecknadeln in China, Singapore, Neuseeland, USA und Chile in den Globus gesteckt. China und Singapore liegen schon einige Zeit hinter uns. Desahalb werde ich dich gleich mit einigen Zeilen und Bildern an unseren Erlebnissen teilhaben lassen.

Sonntag, 13. Januar 2013

Following The Summer part 6 "Russland"


Wir sind bereits seit 7 Monaten auf Achse. Wir waren in Nepal, Indonesien und Neuseeland welche fuer mich unbekannte Laender waren. Unser naechstes Ziel wird Russland sein. Da meine geliebte Frau aus diesem Land stammt war ich schon des oeffteren dort, jedoch noch nie zum Bootfahren. Dieser Besuch sollte anders werden, es sind zwei Wochen in der Altayregion zum Paddeln geplant.
Als wir  am Flughafen in Novosibirsk landeten und die ersten Atemzuege machten, spuerte ich wie die kalte Luft ueber die Luftroehre meine Lungenfluegel eindrang und ein angenehmes Grippeln entstehen lies. Mir blitzten die Bilder von einem perfekten Schwung mit dem Snowboard im meterhohem Tiefschnee, durch den Kopf. Mir wurde bewusst, dass dies das erste Jahr in meinem Leben war ohne Schnee unter meinen Beinen und mir wurde auch klar, dass wir die kurzen Paddelklamotten erst garnicht auspacken brauchen. Meine Frau beeindruckte es nur wenig. Sie sagte lediglich :” Добро пожаловать домой und bedeutet: ''Willkommen Zuhause''.